Fragen an Anita

Rund um Hundetrainerin Anita Balser

Fragen an Anita

Beitragvon frederika » 7. Februar 2013, 08:21

Ich habe nachgedacht und mir sind einige Dinge durch den Kopf gegangen.
Zu zwei Punkten von A.B.s Theorien

Anita beschreibt ja den erhöhten Puls bei einem Hund wegen des massiven positiven Stresses,wärend einer aufgeregten Begrüssung.
Damit hat sie sicherlich recht.

Zweitens die Bewegungseinschränkung wird nicht mit einem Auflösungsignal belegt,denn Hunde geben sich auch keine derartigen Signale(was auch erstmal korrekt ist)
Nehmen wir jetz das "hinter einem gehen".
1. Hunde verlangen so etwas,wenn überhaupt(ich konnte es noch nie beobachten) höchst selten voneinander.
2. Hunde müssen sich nicht annähernd so häufig einschränken,wie wir es tun,in unserer gefährlichen Welt
3. Zitat Anite:" Hunde sprechen dialektfrei"

Ich schlussfolgere daraus,dass der Hund nun evtl in einer ständigen Erwartungshaltung ist,er bekommt nicht gesagt ,wann er das hinten gehen auflösen darf,er muss quasi immer in Hab Acht Stellung sein,auf winzige Zeichen achten und im Zweifelsfall wird der Mensch immer wieder,aus versehen solche aussenden,also testet Hund an und wird wieder korrigiert.

Das ist auch massiver Stress! Auch wenn der Puls nicht bei 200 ist,so zermürbt das stark.

Damit möchte ich jetz nicht generell gegen die Sache sprechen,denke jedoch dass dies ein sehr gutes Agument die (oft einfach zu unklare) Körpersprache gegen eine Signalkontrolle zu tauschen.
,welche dem Hund sagt,die Geschichte ist aufgehoben.
So wäre das ganze wesentlich unstressiger für den Hund,da er genauer bescheid weiss und nicht im Luftleeren Raum schwebt.

Was sagt ihr dazu?
Zuletzt geändert von frederika am 7. Februar 2013, 10:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Stress

Beitragvon MumLadw » 7. Februar 2013, 09:45

Ich habe mich jetzt mit Anitas Theorien nicht so explizit beschäftigt, kann also nur auf das antworten, was du schreibst:

Wenn ich Aragorn in seiner Bewegung einschränke ist das in dem Moment aufgehoben, in dem ich sozusagen den Weg wieder freigebe. Da muß er nicht dauerhaft danach gucken, ob das noch gilt oder nicht.

Wenn man körpersprachlich arbeitet sollte man sich über die Signale, die man aussendet sehr im klaren sein und evtl. Kommunikationsfehler nicht auf den Hund schieben, sondern auf die eigene Undeutlichkeit.

Wir mischen hier, je nachdem, was ich will.
Als sehr spannendes Experiment habe ich mal versucht, eine Woche lang auf alle ausgesprochenen Kommandos zu verzichten. Durchgeführt haben wir es im Endeffekt fast zwei Wochen, und es war sehr lehrreich. Also nicht den Hund ignorieren, mit ihm auch normal reden, loben, knuddeln etc. - aber keine Kommandos aussprechen. Was nicht heißt, daß er machen kann, was er will, sondern er soll genauso "gehorchen" wie sonst auch. Und nicht schummeln durch konditionierte Handzeichen wie den erhobenen Zeigefinger für "Sitz" oder ähnliches.
Ich kann nur jedem raten, das auszuprobieren und zu erleben, wie genau unsere Hunde uns beobachten und wie fein sie auf unsere Körpersprache reagieren. Übrigens ist mir als erstes aufgefallen, daß ich im Alltag gar nicht so viele Kommandos verwende, wir sind ein recht gut aufeinander eingespieltes Team *grinser*
Ich habe dann angefangen, daß ich Sachen an ungewohnter Stelle eingefordert habe - einfach um zu sehen ob das klappt. Also ihn im Freilauf stoppen und heranrufen ohne daß es dafür einen Grund gibt etc. (ja, und auch das geht lautlos)

Ich glaube nicht, daß es für ihn stressig war - für uns hatte das den Effekt, daß er noch mehr als sonst auf mich geachtet hat und das ich mir noch bewußter geworden bin, was ich da eigentlich immer aussende. Und jetzt im normalen Alltag halten wir es mal so und mal so.
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Re: Stress

Beitragvon SuHundeharmonie » 7. Februar 2013, 10:17

Hunde verlangen nichts voneinander, mal salopp gesagt,
sie tun es einfach aufgrund der mehr als feinen Körpersprache
füreinander! Zum Schutz etc.

Es geht auch keiner in halb 8-Stellung und wartet, bis die Freigabe
erfolgt - auch dies passiert über die Körpersprache.

Für Hunde ist sovieles einfach ganz normal - was für uns menschliches
Spezies nicht immer ganz nachvollziehbar zu sein scheint :-)

Wir geben unseren Hunde keine Kommandos wenn wir unterwegs sind,auch Zuhause
nicht,
und das genau ist eben das anstrengende für den Menschen - er muss auf
sich achten, was sende ich aus was nicht, wie ist meine Körperhaltung etc.
Also Disziplin bitte

Wir raufen auch miteinander, kuscheln und machen auch ne Menge Blödsinn

MumLadw: SUPER EXPERIMENT!!
Viele Grüße
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Re: Stress

Beitragvon frederika » 7. Februar 2013, 10:22

MumLadw hat geschrieben:Wenn man körpersprachlich arbeitet sollte man sich über die Signale, die man aussendet sehr im klaren sein und evtl. Kommunikationsfehler nicht auf den Hund schieben, sondern auf die eigene Undeutlichkeit.


Ich sehe bloss viele Leute,die damit völlig überfordert sind.

Mit Signal meine ich übrigens auch nicht zwingend ein verbales.
Wenn du deutlich den Weg freigibst ,ist das ja ein Auflösungssignal.
Daher weiss er ja bescheid.

Ich habe mit meinem Senior übrigens die letzen Jahre nur nonverbal kommuniziert,er wurde nämlich taub *grinser*

Einen Hund beim Vorstehen kann man nonverbal aber z.B sehr schlecht erreichen.Auch wenn Hunde ein weites Sichtfeld haben,bei Wildsichtung ist das doch arg eingeschränkt.

Ansonsten kann das sicher eine gute Erfahrung sein.
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Re: Stress

Beitragvon Nebeltänzer » 7. Februar 2013, 10:23

Im Alltag habe ich sowas noch nicht probiert. Ich weiß auch nicht, ob ich mir das zutraue, wenn ich ehrlich bin.

Aber wir machen sowas zwischendurch beim Agility-Training.
Ohne Stimme oder ohne Arme oder ohne Beides. Dann merkt man mal, wie genau man seinen Körper überhaupt einsetzen kann und dass es trotz allem funktioniert (Außen war mitunter das schwierigste Kommando, welches auch nicht bei allen geklappt hat).

Aber immerhin haben wir es geschafft, die Hunde nur mittels Körpersignalen (ohne mit den Armen zu fuchteln) durch den ganzen Parcour zu führen. Das macht richtig viel Spaß.
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Re: Stress

Beitragvon frederika » 7. Februar 2013, 10:34

Oh Mann Su *verwirrr*
SuHundeharmonie hat geschrieben:Hunde verlangen nichts voneinander, mal salopp gesagt,
sie tun es einfach aufgrund der mehr als feinen Körpersprache
füreinander!

Nenn es doch wie du magst.
Aber,geh doch bitte lieber mal konkret auf Frage ein und lies sie richtig,statt immer nur Grundsätze aufzuzählen.
Das wäre freundlich!
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Re: Stress

Beitragvon Dany » 7. Februar 2013, 10:36

Ich habe eine Idee, wie wäre es, wenn wir Dinge, die uns auffallen hier aufschreiben, versuchen uns das dann zu erklären und evtl. die Chance nutzen Anita auch dazu zu befragen? Su das wäre doch möglich?
Liebe Grüße von Dani mit Chilli und Taco
Dany
 
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Re: Stress

Beitragvon frederika » 7. Februar 2013, 10:37

Das finde ich eine extrem gute Idee!

Wie gesagt,es geht mir nicht darum irgendetwas schlecht zu reden.
Es hakt nur an menchen Stellen in meinem Kopf und deswegen wäre Klärung doch super!
frederika
 
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Re: Stress

Beitragvon Dany » 7. Februar 2013, 10:39

Schön, Frederika, dann sei so lieb und mach einen neuen Fred auf, das ist dann einfacher schnell rein zu gucken, Du kannst den hier aber auch umändern in der Überschrift: Fragen an Anita oder wie auch immer.... :danke: :winke:
Liebe Grüße von Dani mit Chilli und Taco
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Re: Fragen an Anita

Beitragvon SuHundeharmonie » 7. Februar 2013, 12:40

Bei diesem Seminar wird es etwas schwierig werden,
aber bei dem Seminar im Juli wird ausdrücklich gewünscht,
ca. 1 Woche vorher seine Anliegen mitzuteilen :braue:

Ich hoffe die Frage ist ausführlich und verständlich
beantwortet? Gut :huthoch
Viele Grüße
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