Warum gab es früher keine Probleme zwischen Mensch und Hund?

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Warum gab es früher keine Probleme zwischen Mensch und Hund?

Beitragvon SuHundeharmonie » 26. Januar 2013, 09:17

Was meint Ihr?

Ich finde, da früher die Hunde Hund sein konnten und nicht vermenschlicht wurden.

Heute gibt es Hundeschulen wie Sand am Meer - doch wer von diesen versteht die
Sprache des Hundes wirklich?
Wer hält sich wirklich noch an die Naturgesetze des Hundes?
Gibt es in der Natur des Hundes Leckerchen, Clicker, Rappeldose und Co? Nein.

Durch die ganze Vermenschlichung aber auch durch die Presse, versch.
Zeitungsartikel sind doch die Probleme erst entstanden, wie z.B. bei Hundebegegnungen.

Wie oft - habe es selbst bei meinen Kunden erlebt - wurden deren Hunde von den
sog. Hundeschulen als aggressiv eingestuft?! Dementsprechend war auch dann der Umgang
mit diesen und den Besitzern. - Fatal!

Bin auf Eure Meinung gespannt...
Viele Grüße
SuHundeharmonie mit Chiara, Dooley, Zwiebel & Lissy
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Re: Warum gab es früher keine Probleme zwischen Mensch und H

Beitragvon Nicole » 26. Januar 2013, 09:50

Früher gab es Aktion des Hundes und eine unmittelbare, nicht immer nur freundliche Reaktion des Hundeführers - wenn der Hund beim Hüten zu arg an die Schafe rangeht, wird nicht erst mit Klickern aufgebaut langsam an die Schafe ranzugehen...

Ich glaub wir machen uns viel zu viele Gedanken um unsere Hunde und den Umgang mit ihnen, statt einfach mal zu handeln und lieber einmal klar und deutlich seine Position klar zu machen...

Außerdem waren die Hunde früher Arbeitstiere und entsprechend ausgelastet, das fehlt den meisten Hunden heute und die Ausweichbeschäftigungen sind halt nicht ganz so optimal wie die ursprünglichen Aufgaben der Hunde... Dadurch steigt übrigens auch die Lebenserwartung der Hunde, denn richtige Arbeitshunde wie z.B. Blindenführhunde, Polizeihunde und Hütehunde haben in der Regel eine deutlich reduziertere Lebenserwartung als "normale" Familien- und Haushunde...
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Re: Warum gab es früher keine Probleme zwischen Mensch und H

Beitragvon Dany » 26. Januar 2013, 10:44

Alleine das Thema Futter...
Du lieber Gott würde ich mir nur halb soviele Gedanken darüber machen was ich esse..... Früher gabs Reste vom Tisch... Auch das ganze Gespöckes um den Hund und welche Hundeschule und überhaupt..... mal ehrlich glaubt jemand früher hätte man so einen Tanz um den Hund gemacht wie heute?
(aber trotzdem möchte ich im hier und jetzt sein und bewußt Zeit mit den Hunden genießen und jeden Tag neu lernen) :pfeiff:
Liebe Grüße von Dani mit Chilli und Taco
Dany
 
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Re: Warum gab es früher keine Probleme zwischen Mensch und H

Beitragvon frederika » 26. Januar 2013, 11:06

Dany hat geschrieben: mal ehrlich glaubt jemand früher hätte man so einen Tanz um den Hund gemacht wie heute?

Mein Grossonkel sagte,nach dem Krieg ha man sich über nen bissigen Hund gefreut,der wurde nämlich geschlachtet und gegessen :|

Nee,mal erlich,nicht die Hunde haben sich verändert,sondern die Menschen,früher hat er ein Grundstück bewacht und das war er ok,heute hat er eine "Reccourcenproblematik",früher hat er auch seinem Menschen beschützt,heute ist er "Agressiv gegen Menschen".
Wurde früher ein Mensch gebissen,hat er Jod drauf gemacht,heute geht er zum Ordnungsamt!

Und ein echter "Problemhund" hat schlicht nicht allzu lange überlebt,da wurde eben der Jäger gerufen oder ein Knüppel zur Hand genommen.

Ausserdem wurde auch nicht jeder Hund permanent Gassie geführt und traf auf so viele artgenossen.

Streuner konnten sich im Freilauf natürlich verhalten.
Könnten alle Hund freilaufen,gäbe es sicher weniger Stress,aber dieser Zustand wird sich bei der heutigen Verkehrs und Jägerdichte nicht mehr herstellen lassen!
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Re: Warum gab es früher keine Probleme zwischen Mensch und H

Beitragvon MumLadw » 26. Januar 2013, 12:06

Die Hundedichte war geringer, und die Hunde die es gab hatten einen Job.
Dazu gehörte auch, das Fremde auf dem Hof gebissen wurden, und viele Hofhunde lebten an der Kette, oder tagsüber im Zwinger und nachts draußen ohne Familienanschluß.
Und in diese paradiesischen Zeiten war es auch normal, Welpen zu ersäufen oder zu erschlagen (warum soll man denn Geld für Kastrationen ausgeben?), unbrauchbar gewordenen Hunden den Knüppel über den Kopf zu ziehen, Hunde mit Schlägen "abzurichten"...
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Re: Warum gab es früher keine Probleme zwischen Mensch und H

Beitragvon frederika » 26. Januar 2013, 12:39

MumLadw hat geschrieben:Und in diese paradiesischen Zeiten war es auch normal, Welpen zu ersäufen oder zu erschlagen (warum soll man denn Geld für Kastrationen ausgeben?), unbrauchbar gewordenen Hunden den Knüppel über den Kopf zu ziehen, Hunde mit Schlägen "abzurichten"...

Deutlich gesprochen!
Ich gebe dir absolut recht :thumbsup:

Ähnlich herrlich ist es ja noch in z.B Rumänien,da gibt es auch kaum "Problemhunde" habe ich mir sagen lassen :wink:
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Re: Warum gab es früher keine Probleme zwischen Mensch und H

Beitragvon SuHundeharmonie » 26. Januar 2013, 12:53

hm, so grass - von wegen mit Knüppel erschlagen etc. kenne ich das jetzt nicht...

ja es ist richtig, den Tieren wird einfach zuviel Freiraum genommen, sie können sich
kaum noch natürlich verhalten/oder frei bewegen - ich kann mich nicht daran erinnern, dass einer meiner
Hunde vor 20 Jahren an der Leine gelaufen ist - sie blieben bei mir, was ja auch
selbstverständlich sein sollte - hatten Kontakt zu Artgenossen und was weiß ich -
und lagen und liegen auch heute mit auf dem Sofa, schlafen mit im Bett wenn sie
wóllen....
und heute...
Hunde werden vermenschlicht - haben keine entsprechenden Aufgaben, sind nicht
ausgelastet... etc. - ja und das stimmt mich trauig....
Ich liebe Hunde seit ich denken oder laufen kann - fand sie schon damals faszinierend
durch ihre Treue, Offenheit, Ehrlichkeit etc...
Wieviele halten z.B. einen Border - sorry - den gäbe es bei mir nur dann, wenn ich ihn
auch artgerecht auslasten könnte, sprich eine Schafherde hätte.....
Gut, wir haben das Glück, ein großes Grundstück zu haben, denn der Hovi bewacht gern,
dennoch besteht hier in unserem Rudel und mit uns Menschen sehr enger Kontakt....
Wir haben hier soviel Wald - Wiesen - man könnte doch den Hundehaltern ein entsprechendes
Areal zu Verfügung stellen - ich denke, dann wären einige Probleme (wobei der Mensch das Problem ist)
gelöst...
Aber nein, es wird gebaut, Waldwege werden geteert, sodass Jogger und Radfahrer diese Wege
besser passieren können etc..
Wer stets Rücksicht nehmen muss, sind die Hundebesitzer - gut hier bei uns vllt. ne Ausnahme,
hier nehmen beide SEiten Rücksicht - hier weiß ein Jogger, dass er ins Schritt-Tempo zu wechseln hat
um nur ein Beispiel zu nennen.
Hm, man könnte jetzt noch endlos weiterschreiben - aber .....
Viele Grüße
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Re: Warum gab es früher keine Probleme zwischen Mensch und H

Beitragvon SuHundeharmonie » 26. Januar 2013, 12:55

ja, im Ausland ist es grass, bin seit Jahren im Auslandstierschutz
engagiert und erst letzten September in Ungarn gewesen -

:weinerle: :weinerle:
Viele Grüße
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Re: Warum gab es früher keine Probleme zwischen Mensch und H

Beitragvon MumLadw » 26. Januar 2013, 16:23

SuHundeharmonie hat geschrieben:Wir haben hier soviel Wald - Wiesen - man könnte doch den Hundehaltern ein entsprechendes
Areal zu Verfügung stellen - ich denke, dann wären einige Probleme (wobei der Mensch das Problem ist)
gelöst...


Ehrlich gesagt bin ich froh, daß wir hier keine extra Hundefläche haben. Ich fürchte nämlich, das dann ganz schnell alle anderen Wege und Flächen für Hunde verboten würden bzw. Hunde nur noch an der Leine laufen dürften. Und ich meide grundsätzlich die ach so beliebten Hundetobeflächen, zumindest zu "Stoßzeiten" - da sind mir zu viele Leute unterwegs, die ich nicht wirklich treffen will (bzw. deren unerzogene Hunde). Das ist Streß pur.

Wenn beide Seiten Rücksicht nehmen funktioniert das Miteinander! :lecker:
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Re: Warum gab es früher keine Probleme zwischen Mensch und H

Beitragvon SuHundeharmonie » 26. Januar 2013, 17:46

na Stress möchte ja keiner ;-)
So eine Art Areal sollte schon groß genug sein - von
Hundetobewiesen halte ich auch nicht sehr viel,
da dort doch viele Besitzer meist ein wenig "abwesend" sind,
sprich, überhaupt nicht mehr auf ihre Hunde achten....
bei manchen sicher Bequemlichkeit...
Klar, gemeinsam was unternehmen ist schon schöner
Viele Grüße
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