angeborene Rudelstellungen

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Re: angeborene Rudelstellungen

Beitragvon Dany » 18. März 2013, 22:22

Ja ist es und ja es liegt auch ein wenig an mir.... klar. Aber ich kann in der Situation einfach nicht mehr souverän handeln. Wie denn? Soll ich zugucken? Und mir ist dann alles recht, hautsache sie kommen aus dem Rausch raus. Und ich weiß nicht wie man souverän 2 kämpfende Hunde trennt. Und ich habe einfach eine scheiß Angst, denn ich liebe sie beide. Ich will nicht vor der Situation stehen: wer von beiden..
Ich erwäge eine Kastration. Sehe es aber als Resignation vor mir selber, weil ich nicht in der Lage bin zu erziehen. Oder ist eine Kastration eine Chance... ich bin echt ein wenig verzweifelt... und fragst Du 100 Leute, dann bekommst auch 100 Antworten.
Liebe Grüße von Dani mit Chilli und Taco
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Re: angeborene Rudelstellungen

Beitragvon frederika » 18. März 2013, 23:32

Eine Kastra kann ne Menge Feuer rausnehmen,wenn die Streiereien sexuell motiviert sind. Andernfalls wird es weniger Wirkung haben.
Ich hatte das Gefühl,dass sie um Reccourcen ging?
Da kann ein wenig weniger Testosteron schon auch dämpfen,aber garantieren kann dir das keiner.

Ich würde ja zu nem Chip raten,wenn ich nicht so schlechte Erfahrungen damit gemacht hätte.

Bei so Streiereien kann es aber tatsächlich irgendwann sehr ernst werden,wenn es sich immer wieder hochschaukelt.Wie sieht denn dein Management momentan aus?
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Re: angeborene Rudelstellungen

Beitragvon Dany » 19. März 2013, 10:32

Bescheiden, ich ruhe zunächst nicht in mir selber. Ich bin aufgewühlt und hab den Kopf nicht frei.
Was die Hunde angeht bin ich oft zu spät, sehe gewisse Situationen zu spät und Chilli knurrt bereits.... der Kleine kriegt dann sofort die Galle und springt an mir vorbei auf den drauf...
Dann gehts zur Sache... wenn ich das im Vorfeld schon sehe, dann greife ich ein und jeder geht auf seinen Platz. Dann ist auch Ruhe...
Liebe Grüße von Dani mit Chilli und Taco
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Re: angeborene Rudelstellungen

Beitragvon frederika » 19. März 2013, 11:20

Das Problem ist ja auch ,dass der Stresspegel so sehr hoch ist.
Ich denke mit der Wirkung von Adrenalin und vor allem Cortisol kennst du dich ja aus und weisst wie sich ein dauerhaft hoher Spiegel auswirkt und wie lange es dauert,bis der abgebaut ist.
Nicht nur bei den Hunden,auch bei dir.

Vielleicht solltest du die beiden viel öfter räumlich trennen,bis du wieder die Ruhe hast zu leiten und die Hunde genug Sicherheit um "normal" zu reagieren.
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Re: angeborene Rudelstellungen

Beitragvon Dany » 19. März 2013, 14:54

Das räumliche Trennen würde hier zur Katastrophe. Sobald Taco den Raum verlässt darf er nicht wieder rein. Früher ist Taco z.B mit meinem Mann zur Arbeit gefahren.... das ging nicht mehr, wenn die Beiden kämen würde es hier so richtig knallen.
Aber ist das nicht wieder territorial?
Ist es wichtig wer Alpha ist? Ist es nicht wichtig das sie auf mein Kommando hören? Warum darf der Kleine nicht hier rein wenn er mal draußen war, ohne das Chilli ihn anknurrt?
Und warum klappt das manchmal und manchmal nicht?
Warum ordnet sich Chilli nicht unter?
Und warum geht Taco mittlerweile sofort auf Chilli los, wenn er angeknurrt wird? Wann greift man ein? Wie lange dürfen sie kämpfen ohne das ich was tun muß? Gar nicht? Werden sie die Situation dann klären? Oder vertrage ich durch die Abbrüche jedes mal die Klärung? *helpme*
Liebe Grüße von Dani mit Chilli und Taco
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Re: angeborene Rudelstellungen

Beitragvon frederika » 19. März 2013, 15:19

Wenn es um die Reccouce Territorium oder ähnliches geht,wird es NICHT besser,wenn sie es "austragen".Wie denn auch? Kann ja keiner ausziehen!
Nein! Sie sollten nicht kämpfen!

Beim Begriff "Alphahund" wird mir immer ein bissl komisch,aber wenn du so willst,dann bist du der Alpha/Rudelführer oder wie auch immer du das nennen möchstest.
Warum darf der Kleine nicht hier rein wenn er mal draußen war, ohne das Chilli ihn anknurrt?

Es ist ihm nicht recht!
Wieso nicht?
Das musst,naja müsstest du wissen.
Weil ihm dann etwas fehlt? Weil dann was negatives passiert? Weil er sein Sofa/Frauchen verteidigen will?
Keine Ahnung,aber erlich gesagt,meist sind so Entwicklungen hausgemacht und gerade wenn es stetig so schlechter wird,vermute ich doch stark,dass das verhalten noch bestärkt wird :denker:
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Re: angeborene Rudelstellungen

Beitragvon Dany » 19. März 2013, 20:39

Dann weiß ich woran es liegt...
Chill ist eifersüchtig und außerdem neigt er zum Kontrollieren...
Liebe Grüße von Dani mit Chilli und Taco
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Re: angeborene Rudelstellungen

Beitragvon DakoSun » 20. März 2013, 07:50

Wir haben eine entspanntere Version davon zuhause. Entspannter, weils nicht täglich vorkommt, sondern bei Besucherhunden.

Unsere Sunny ist im Haus und im Garten eine Giftnudel. Vereinzelte Besucherhunde, die sie durch Spaziergänge bereits näher kennt, toleriert sie mehr oder weniger, andere widerrum werden fertiggemacht auch wenn sie bereits auf dem Rücken liegen. Sie sucht regelrecht den Streit. Sie fixiert den anderen hund, bestimmt wann er aufzustehen hat, wann er wo sein darf (im Grunde ja nirgens) und geht ihm überall hinterher. Bei ihr können wir jedoch relativ einfach sagen: So nicht! Wir müssen natürlich Sunny ständig im Auge behalten...sie hat ihr Bettchen und das bleibt auch ihrs, aber auf anderen Plätzen entscheiden wir, ob der fremde Hund da liegen darf oder nicht, nicht sie. Sie hat nicht hinterherzugehen, nicht zu knurren usw. Wichtig ist dabei natürlich auch, dass wir den anderen fremden Hund nicht plötzlich bevorzugt behandeln. Sprich, wir schimpfen nicht mit Sunny und streicheln den anderen Hund währenddessen oder rufen ihn extra zu uns heran. Wir bleiben so neutral wie möglich und das geht ganz gut. Es wird auch bei uns noch eine Weile dauern, bis das auf Dauer klappt, denn voraussichtlich kommt der fremde Hund jetzt mal öfters zu uns.
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Re: angeborene Rudelstellungen

Beitragvon Nebeltänzer » 22. März 2013, 12:15

Mich würde ja mal interessieren, wie die beiden sich verhalten, wenn sie nicht zuhause sind. Haben sie diese "Eskapaden" nur zuhause? Wie ist es auf Spaziergängen? Oder in einem anderen Haus? Also beschränkt sich das auf Euren Wohnbereich? Immer nur wenn Du dabei bist? usw... Da gibt es ja viele Eventualitäten und Möglichkeiten. Deswegen ist so eine "Ferndiagnose" sehr unglücklich. Tipps können bei dem einen helfen und bei dem anderen katastrophale Auswirkungen haben. :denker:

Meiner zum Beispiel ist bei Spaziergängen ziemlich entspannt, solange wir uns bewegen. Setzen wir uns irgendwo hin dauert es keine fünf Minuten, bis er anfängt den Ort, die Bank oder was auch immer zu verteidigen. Nuckelt er an einem Grashalm, dann ist es seiner und da darf keiner hin. Seine Box darf am besten nichtmal einer angucken. Selbst beim Agi würde er die einzelnen Geräte verteidigen, wenn ihm da einer zu nah rangeht...

Der Unterschied ist nur, dass ich ihn abrufen kann, bevor er auf den anderen Hund losgeht.
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Re: angeborene Rudelstellungen

Beitragvon Dany » 22. März 2013, 12:29

Mir gehts vor allem mal um die Ehrlichkeit. Auch mal Fakten besprechen wenn sie nicht so prickelnd sind. Ganz oft erzählt nämlich jeder nur wie harmonisch sein Rudel ist und guckt man hinter die Fassaden fliegen dort die Fetzen.
Wenn ich nicht zu Hause bin passiert hier überhaupt nichts. Chilli liegt dann auf der Treppe und Taco vor der Haustüre. Es steht und fällt mir mir. Ich denke es ist ganz klar Eifersucht, gekoppelt mit Kontrollwahn. Chilli kann nicht glauben das ich groß bin und das ganz alleine Regeln kann.
Beim Spaziergang ist überhaupt und gar nichts, da laufen sie eng aneinander und schnüffeln stundenlang am selben Grashalm. Auch markieren tun sie zusammen, manchmal erst der eine und dann wieder der andere.
Blöd wird es, wenn beide zusammen durch den Türrahmen wollen, weil es geklingelt hat und ich das gerade nicht kontrollieren kann, oder wenn irgend etwas beide zur gleichen Zeit machen möchten. Spielen ist kein Thema, auch Tricks beibringen, da sitzen sie nebeneinander und warten bis sie dran sind. Es wird sie nie um Futter gestritten, weil ich das ganz klar einteile. Nur sobald ich mit dem einen kuschel kommt es zum Eklat, besonders bei Chilli. Chilli knurrt auch wenn er nur vermutet uns könnte jemand beim kuscheln stören und würde mein Mann ihn zusätzlich streicheln würde er auch auf ihn losgehen. Er will mich ganz und da wird auch pro forma schon geknurrt. Ich unterbinde das sofort und höre auf mit dem knuddeln, aber es mach mich nicht glücklich. Wenn ich nicht funktioniere und regel weil ich gerade nicht hingeschaut habe wirds hier blöd. Meine Aufgabe ist es echt, komplett zu funktionieren und immer jede Situation sofort zu regeln, entfalle ich da ist es aus. Bin ich nicht da regelt keiner für sie, es passiert aber auch nichts....
Liebe Grüße von Dani mit Chilli und Taco
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