Obst für den Hund

B.iologisch A.rtgerechtes R.ohes F.utter (Bones and Raw Food)
Fragen, Tipps und Tricks für Barfer oder die es werden wollen

Obst für den Hund

Beitragvon Dany » 13. Januar 2013, 19:01

Quelle: Natural Dog Food

Fast alle Obstsorten eignen sich für den Hund.
Auch das Obst muss püriert sein, damit es optimal verwertet werden kann.
Obst sollte grundsätzlich nur reif, besser noch überreif, verfüttert werden.
Unreifes Obst kann zu Störungen im Verdauungstrakt führen und
gesundheitsschädliche Auswirkungen haben.
Dass verschimmeltes Obst nicht verfüttert werden sollte, versteht sich wohl von selbst.
Unverdauliche Schalen müssen entfernt werden (Bananen).
Steine aus dem Kernobst müssen ebenfalls entfernt werden, da sie giftige Blausäuren enthalten.
Auch bei der Obstfütterung ist Abwechslung gefragt. Am besten Saisonware kaufen.
Obst kann auch als Leckerlie zwischendurch verfüttert werden. Man sollte dann nur bedenken, dass
es für den Hund zwar ein kalorienarmer Knabberspass ist, aber verwerten kann er es nicht.
Auch getrocknete Früchte können verfüttert werden. Allerdings sollten sie weder gezuckert, noch geölt,
geschwefelt oder sonst irgendwie behandelt sein.


Gut geeignet sind:
Ananas, Äpfel, Aprikosen, Bananen, Birnen, Brombeeren, Erdbeeren, Feigen, Grapefruit, Hagebutten,
Heidelbeeren, Himbeeren, Honigmelone, Johannisbeere, Kakifrucht, Kirsche, Litchi, Mandarine, Mango,
Mirabellen, Nektarinen, Papaya, Pfirsich, Pflaumen, Stachelbeeren, Wassermelone, Zitrone

Weniger geeignet:
Holunderbeeren, Kapstachelbeeren, Karambole, Weintrauben und Quitten



Ananas: hoher Gehalt an Bromelain. Dieses spaltet das Eiweiß der Nahrung in Aminosäuren auf
und hilft somit bei der Verdauung. Es zerstört Würmer und Bakterien im Darm.
Die Bauchspeicheldrüse wird entlastet.
Nachteil: enthält viel Säure, die den Magen reizen kann.

Äpfel: können gut mit Schale verfüttert werden. Bei behandelten Äpfeln diese lieber entfernen.
Auch die Kerne müssen entfernt werden. Enhält viel Pektin, welches Giftstoffe im Darm bindet
und somit der Reinigung des Darms dient. Andere Wirkstoffe hemmen das Wachstum von Bakterien
im Darm.

Aprikose: hoher Karotin Gehalt ---->gute Wirkung auf das Immunsystem. Gut für die Nerven, verbessern
die Zelltätigkeit und enthalten viel Vitamin C. Gut für das Fell des Hundes, sowie Haut und Schleimhäute.
Trächtige Hündinnen dürfen niemals zu viele Früchte dem Futter beigemischt bekommen----> Abortgefahr!!!!!!!!!!

Banane: nur im überreifen Zustand verfüttern und Schale entfernen. Am besten eignen sich Biobananen, weil sie mit
weniger Pestiziden belastet sind. Bananen sättigen und stopfen und man kann sie gut bei Durchfall füttern.
Haben eine entzündungshemmende Wirkung auf die Verdauungsorgane...vor allem die Magenschleimhaut.

Birne: Kernobst....Kerngehäuse entfernen! Können bei Verstopfung eingesetzt werden, da sie schnell durch
den Verdauungstrakt wandern und viel Flüssigkeit enthalten. Sie reinigen den Darm und entgiften den Organismus.
Sollte sparsam an Hunde verfüttert werden, die zu Durchfall neigen.

Brombeere: hoher Vitamin C und Karotin Gehalt----> stärken das Immunsystem. Festigen das Bindegewebe,
regen Drüsentätigkeit an und wirken entzündungshemmend auf die Schleimhäute.

Erdbeeren: eignen sich sehr gut gegen Durchfall, Blähungen sowie anderen Verdauungsstörungen. Wirken günstig
auf das Fell und die Haut. Sie entgiften den Organismus und stärken das Immunsystem. Verfüttern in der Saison ist
natürlich das Gesündeste.

Feige: geschält an den Hund verfüttern. Sind kalorienarm, sättigend und besitzen durch die Schleimstoffe eine
abführende Wirkung.

Grapefruit: hoher Vitamin C Gehalt ----> wirkt positiv auf das Immunsystem. Fördert Zellwachstum und stärkt
die Darmflora. Geschält verfüttern. Enthält viel Säure ----> nur vorsichtig verfüttern.

Hagebutte: hoher Vitamin C Gehalt. Hunde können Vitamin C -im Gegensatz zum Menschen- selbst
synthetisieren, aber in Stresszeiten kann es sehr dienlich sein, es zusätzlich zu füttern.

Heidelbeere: gut in Stresssituationen (Hundeschauen, Welpenaufzucht usw.) zu füttern. Sie wirken beruhigend,
stärken das Immunsystem und die Schleimhäute und wirken entzündungshemmend sowie antibakteriell.
Sie entwässern! Können sehr gut bei Durchfall gefüttert werden.

Himbeere: hoher Vitamin C Gehalt. Der hohe Biotongehalt sorgt für schönes Fell.
Entwässernde Wirkung--->kann gut bei Nieren- und Blasenbeschwerden verfüttert werden.
Gut bei Verstopfung sowie gegen Blutungen.

Holunderbeeren: Eignen sich NICHT zur Rohfütterung. Können Probleme im Verdauungstrakt hervorrufen.

Honigmelone: hoher Wasseranteil

Johannisbeere: viel Vitamin C, Karotin und andere Stoffe, die einen positiven Einfluss auf den Organismus haben.
Sie kräftigen das Herz, stärken die Muskeln und wirken beruhigend. Schwarze Johannisbeere wird vor allem bei
Husten angewendet.

Kakifrucht: kann hin und wieder verfüttert werden. Hoher Gehalt an Karotin. Sollten wirklich nur in überreifem Zustand
und in Massen verfüttert werden.

Kirsche: Stein entfernen. Besitzen eine entzündungshemmende Wirkung und gut für die Verdauung, da sie entgiftend
wirken und Schadstoffe binden. Auch gegen rheumatische Erkrankungen der Gelenke und Arthrose können sie gut
eingesetzt werden.

Kiwi: hoher Vitamin C Gehalt. Stärkt und unterstützt das Immunsystem und den Stoffwechsel.
Auch bei schwachem Bindegewebe und dadurch bedingten Verstauchungen kann sie helfen.
Stärkt das Herz. Sollte überreif verfüttert werden, da sie viel Säure enthält. Kann zu Durchfall führen.

Litchi: kann in kleinen Mengen verfüttert werden. Kern und Schale entfernen.

Mandarine: siehe Orange

Mango: nur in reifem Zustand verfüttern. Entsteinen und schälen!
Wirkt positiv auf die Pigmentierung des Haarkleides, sowie schützend auf die Schleimhäute.
Gute Wirkung auf Muskeln und Herz. Kann besonders gut in Stresssituationen verfüttert werden,
da sie eine positive Auswirkung auf den Stoffwechsel und eine beruhigende Wirkung auf die Nerven
hat.

Mirabellen: siehe Pflaumen

Nektarine: siehe Pfirsiche

Orange: können in kleinen Mengen an den Hund verfüttert werden, wenn der Hund sie mag.

Papaya: wertvolle Frucht in der Fütterung. Enthält wichtige Enzyme (z.B. Papain), die bei der Eiweißverdauung helfen...
..unterstützen somit die Bauchspeicheldrüse. Führt zu einer besseren Verdauung. Kann bei Durchfall, Blähungen
und anderen Verdauungstörungen eingesetzt werden. Aktiviert den gesamten Organismus und belebt und wirkt stärkend.
Gut für das Immunsystem. Bei Biofrüchten kann die Schale mit verfüttert werden. Sonst schälen. Kerne auf jeden Fall entfernen.

Pfirsich: Stein entfernen. Enthält viel Karotin und kräftigt das Immunsystem. Stärkt das Herz, beschleunigt die Verdauung und
wirkt entwässernd.

Pflaumen: während der Saison verfüttern. Kern entfernen. Enthält große Mengen Vitamin B und sind gut für das Immunsystem.
Können gut bei Verstopfung eingesetzt werden.

Quitte: NICHT geeignet, da sie große Mengen an Tannin (Gerbsäure) enthalten, sehr bitter und sauer sind. Auch für den Menschen
sind rohe Quitten ungeeignet.

Stachelbeere: kann gut gefüttert werden. Gut für den Darm, hilft zu entschlacken und ihn zu säubern. Harntreibende Wirkung!
Wirken sich positiv auf die Venen und Arterien aus.

Wassermelone: Melonen unterstützen die Eiweißsynthese, stärken die Schleimhäute und das Immunsystem

Weintrauben: NICHT geeignet, da Fälle von Vergiftungserscheinungen nach der Fütterung von Weintrauben und Rosinen
bekannt wurden. Können zu schweren Nierenschäden führen.

Zitrone: durch den hohen Vitamin C Gehalt wird das Immunsystem gestärkt, ebenso das Bindegewebe und das Fell.
Die Magensäfte werden durch den hohen Säuregehalt zu einer erhöhten Produktion angeregt. Somit wird die Verdauung
in großem Maße unterstützt.
Liebe Grüße von Dani mit Chilli und Taco
Dany
 
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Re: Obst für den Hund

Beitragvon Bijou » 16. Januar 2013, 13:04

Zitrone füttern oder den Saft nur übers Futter geben?
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Re: Obst für den Hund

Beitragvon Dany » 16. Januar 2013, 13:06

Ne füttern wird wohl eher nix, ich würde nur ein paar Spritzer übers Futter geben :mrgreen:
Liebe Grüße von Dani mit Chilli und Taco
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Re: Obst für den Hund

Beitragvon Tiger-Ente » 16. Januar 2013, 21:55

ein toller Beitrag - ich wusste nicht wieveil Obst und welches man eigentlich einen Hund geben darf ... hoff es gibt noch mehr von diesen Beiträgen!!!

Fressen die Hunde sofort das Fruchpürree oder braucht das einige Zeit?
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Re: Obst für den Hund

Beitragvon Dany » 17. Januar 2013, 09:53

Es gibt ein paar Hunde, die würden das Püree sofort fressen. Aber die meiste Anzahl eher nicht.
Ich würde das Püree auch immer unters Fleisch mischen, Vitamine werden am besten aufgenommen, wenn sie mit ein wenig Fett in Verbindung gebracht werden, nur so kann der Körper die Vitamine spalten.
Es gibt Hunde die lieben Quark mit Früchten, da kann man auch gerne einen Früchtequark anbieten.
Deshalb ist es immer ratsam, beim Barfen Öl mit in Fleisch und Obst/Gemüse zu geben, denn so kann der Hund die Vitamine optimal verwerten.
Liebe Grüße von Dani mit Chilli und Taco
Dany
 
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Re: Obst für den Hund

Beitragvon kokos-bluete » 20. Januar 2013, 13:41

Wir barfen nicht weil Marlo allergisch auf tierische Proteine reagiert.
Aber Banane gibt es bei uns fast täglich.
Marlo liebt auch Cranberrys, Apfel, Khaki und Melone.... :razz:
Bild
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Re: Obst für den Hund

Beitragvon hoffermannleo » 3. April 2014, 12:49

Yoghurt, meiner steht auf Yoghurt, das ist jedes Mal ein Schauspiel.
Früchte sind nicht so sein Ding.
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Re: Obst für den Hund

Beitragvon Erika » 11. Juli 2014, 17:14

Eika mag auch gern Banane,Apfel,finde ich klasse das oben alles so toll beschrieben ist,tolle info :-)
Ein Leben ohne Hund ist ein Leben ohne den besten Freund
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Re: Obst für den Hund

Beitragvon Vroni81 » 29. September 2014, 10:24

Hallo

die Liste ist toll und hilfereich, aber letztendlich muss man schauen, was der Hund verträgt. Ist wie bei Menschen, manche Obstsorten verträgt man besser, andere nicht.

Gruß
Vroni81
 
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Re: Obst für den Hund

Beitragvon Dany » 10. Dezember 2014, 09:58

Da hast Du sicherlich Recht :braue:
Liebe Grüße von Dani mit Chilli und Taco
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